Neue Auswilderungsstation in Jantho feierlich eröffnet

SOCP und YEL haben die neue Auswilderungsstation im Jantho Naturreservat, in der Provinz Aceh, aufgebaut. Diese liegt ca. eine Autostunde südlich der Hauptstadt Banda Aceh entfernt. Die ersten vier Orang-Utans wurden von Einheimischen in Aceh beschlagnahmt, die sie illegal gehalten haben. Sangir, Mongki, KisKis und Pibi werden nun für ihre Auswilderung vorbereitet.

 

Kürzlich retteten das Team des SOCP und die Forstbehörde für Naturschutz von Aceh vier Orang-Utans in den Tripa Sumpfwälder. Dort wurden die Wälder aufgrund der neu entstehenden Palmölplantagen gerodet und der Lebensraum der Tiere dadurch knapp. Drei der aufgegriffenen Orang-Utans konnten sogleich in einem grösseren noch bestehenden Waldstück freigelassen werden. Nur die Orang-Utan Dame Eidelweissmusste aufgrund einer Verletzung in die Quarantänestation in Medan gebracht werden, wo sie anschliessend betreut wurde. Da Eidelweiss als wilder Orang-Utan gefangen wurde, musste sie das Leben in freier Wildbahn nicht erst erlernen und konnte somit am 24. März 2011 in Jantho freigelassen werden.

 

Nachdem diese Orang-Utans erfolgreich freigelassen wurden, warten noch ca. 30 Orang-Utans in der Quarantänestation auf ihre Auswilderung in den Wäldern von Aceh. Diese werden sehr wahrscheinlich alle in die neue Auswilderungsstation in Jantho übersiedelt.


Pressemitteilung (Englisch) >>

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Workshop zur Herausgabe des Atlas “REDD and Sumatran Orangutan”

In Zusammenarbeit mit International Centre for Research in Agroforestry (ICRAF) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen zum Schutz der grossen Menschenaffen (UNEP-GRASP) haben die Stiftung PanEco und die Partnerorganisation YEL gemeinsam einen Atlas zum Schutz der Sumatra Orang-Utans herausgegeben. Dabei wird die wichtige Leistungserbringung der Orang-Utans für das Ökosystem aufgezeigt sowie die unumgängliche Prävention dazu, die ausdehnenden Regenwaldrodungen zu verhindern.

 

Anbei die Pressemitteilung (Indonesisch und Englisch)

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Blinde Sumatra Orang-Utans werden Eltern von gesunden Zwillingen!

Am Freitag, 21. Januar 2011 um 7.30 Uhr MEZ, brachte die blinde Orang-Utan Dame „Gober“, in der Quarantänestation Batu Mbelin, gesunde Zwillinge zur Welt. Vater ist der ebenso Blinde Orang-Utan „Leuser“. Alle drei, das Mädchen „Ganteng“, der Junge „Ginting“ und die Mutter sind wohlauf und gesund.  

Zwillingsgeburten bei Orang-Utans sind nicht unbekannt, aber dennoch eine Seltenheit. Die Tatsache, dass beide Eltern blind sind, macht dieses freudige Ereignis zu etwas Besonderem und beinahe Einmaligem.

Auf längere Sicht sollen die Zwillinge ausgewildert werden, um so ihrem natürlichen Lebensinstinkt folgen zu können. Eine Auswilderung die ihre Eltern nie mehr erfahren werden, da beide blind sind. Die Orang-Utan Dame Gober leidet am grauen Star und hat daher ihr Augenlicht verloren. Leuser hingegen wurde von Dorfbewohnern 62 Mal mit einem Luftgewehr angeschossen. Drei Kugeln trafen seine Augen und er erblindete dadurch. Langfristig haben die beiden in der Quarantänestation ihr Zuhause gefunden, wo sie die bestmögliche Betreuung erhalten. 

 

Helfen Sie uns, die bedrohte Vielfalt zu retten!
Damit Ganteng und Ginting ausgewildert werden können und Orang-Utans, wie Gober und Leuser ein würdevolles Leben in der Quarantänestation erleben dürfen. Mit Ihrer Spende oder einer Patenschaft leisten Sie einen wichtigen Beitrag. Herzlichen Dank!


Lesen Sie mehr >> Pressetext (englisch)
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20'000 nachhaltige Ölpalmen

PanEco und YEL haben eine Pilotstudie entwickelt, um in Aceh die Pflanzung von Ölpalmen auf Brachland zu fördern. Das Ziel der Studie ist, Kleinbauern wie Palmölkonzernen das Anlegen von neuen Plantagen auf Brachland als Alternative zur Rodung von Regenwald aufzuzeigen. Im Rahmen der Pilotstudie werden im Distrikt Nagan Raya insgesamt 100 Hektaren Land bepflanzt. Durch die Nutzung von Brachland wird der Druck auf die wertvollen Küstensumpfwälder von Tripa verringert.

Bis heute beteiligen sich 62 Kleinbauern am Programm. In Alue Billie bearbeiten 52 Bauern eine Fläche von 79 Hektaren und haben sich zur Gruppe “Makmur Lestari” (nachhaltiger Wohlstand) zusammengeschlossen. Im Nachbardorf arbeiten zehn weitere Bauern auf 20 Hektaren. Sie haben TIBA (Ternak Ikan, Bebek dan Ayan), die Bauerngruppe für Fisch-, Enten- und Hühnerzucht gegründet. Rund 53 Hektaren Land sind mittlerweile für die Bepflanzung mit Ölpalmen bereitgestellt worden. Weitere 25 Hektaren werden bis November vorbereitet. Pro Hektare pflanzen die Bauern 141 Setzlinge, was der optimalen Dichte für Palmölplantagen entspricht. Insgesamt sind bisher 20'000 Ölpalmensetzlinge in die Erde gebracht worden. Ausserdem wurde 2.79 Hektaren Land für Naturschutz ausgeschieden, die nicht mit Ölpalmen bepflanzt werden.

Die Pilotstudie läuft vom Mai 2009 bis April 2011 und ist Teil des Biodiversity and Agricultural Commodities Program BACP. Sie wurde entwickelt, um die nachhaltige Produktion von Palmöl zu fördern, indem ihre Expansion in Orang-Utan-Habitat verhindert wird. Die Pilotstudie will tragbare Alternativen für Palmölproduzenten finden und Kleinbetrieben helfen, Better Management Practices umzusetzen. Die Palmölproduktion im Rahmen der Pilotstudie basiert zudem auf den Richtlinien des Runden Tisches für Nachhaltiges Palmöl RSPO.


Workshop für Tierärzte

Vom 2. bis 6. August organisierte Orangutan Conservancy zusammen mit PanEco und YEL den 2.Workshop für Orang-Utan-Tierärzte. Der jährliche Anlass fand zu zweiten Mal statt und wurde diesmal in Sibolangit und auf der Quarantänestation des SOCP durchgeführt. Im Zentrum standen aktuelle Themen rund um die häufigsten Krankheiten, an denen Orang-Utans in Wiederansiedelungszentren leiden. Am Workshop wurden Methoden diskutiert, wie das Auftreten der Krankehiten minimiert werden kann und wie schwere Fälle verhindert werden können. Insebsondere widmeten sich die Teilnehmer den Themen Parasiten und Tuberkulose. Illegal in Gefangenschaft gehaltene Orang-Utans sind nämlich sehr häufig von Parasiten befallen und Tuberkulose ist sehr schwer zu diagnostizieren. Eine praktische Übungseinheiten wurde dazu in der Quarantänestation abgehalten. Die Ergebnisse des Workshops werden von verschiedenen Zentren in Indonesien, in denen Orang-Utans leben, angewandt. Dadurch soll die Haltung der Tiere verbessert und das Risiko, neue Krankheiten einzuschleppen, verringert werden.

Hauptredner am Workshop waren Dr. Steve Unwin vom Englischen Chester Zoo, Dr. Wendi Bailey von der Liverpool School of Tropical Medicine und Ms. Raffaella Commitante von der Orangutan Conservancy. Neben Mitarbeitern des SOCP nahmen zahlreiche Vertreter von diversen NGOs und Universitäten, welche sich für den Schutz der Orang-Utans engagieren, an der Veranstaltung teil.


Orang-Utan-Zählung im Gunung Leuser Nationalpark

Die Parkbehörde das Gunung Leuser Nationalparks und die UNESCO haben Anfang Juni in Medan einen zweitägigen Workshop zum Thema Verbreitung und Dichte des Sumatra Orang-Utans (Pongo abelii) organisiert. Im Rahmen dieser Veranstaltung hat Dr. Serge Wich von PanEco/YEL die Resultate der ersten Sumatra Orang-Utan-Zählung im östlichen Teil des Nationalparks vorgestellt.

Die ersten Zahlen deuten auf eine Population zwischen 1000 und 1800 Individuen hin. Diese Zahlen werden sich aber noch ändern, wenn auch der zweite Teil der Zählung beendet ist. Die Zählung im Ostteil des Gunung Leuser Nationalparks hat zwischen Okotber 2009 und März 2010 stattgefunden. Die Zählung im Westteil ist zur Zeit in Arbeit. "Wenn die zweite Zählung ebenfalls abgeschlossen ist, wird der Gunung Leuser Nationalpark der erste Nationlapark Indonesiens sein, der über eine Umfassende Datenabnk zum Orang-Utan verfügt", sagte Dr. Wich.


Umweltbildung für Batang Toru

PanEco und YEL haben Anfang Mai mit kirchlichen Würdenträgern der Nias Volksgruppe ein Umweltbildungsprogramm zum Thema Batang-Toru-Waldgebiet durchgeführt. Ziel des Anlasses war, die Würdenträger über die Bedeutung des Regenwaldes als Lebensgrundlage und seine Erhaltung zu informieren und sie zu motivieren, den Schutz des Waldgebietes zu unterstützen.

Die Nias begannen vor etwa 30 Jahren nach Tapanuli einzuwandern. Ihre Dörfer stehen im geschützten Waldgebiet oder in der unmittelbaren Umgebung. Die Bewohner nutzen den Wald für sich selbst, ermutigen aber auch Familie und Verwandte dazu. Durch die Eingriffe zerstören sie aber nicht nur den Lebensraum zahlreicher seltener Tierarten wie dem Sumatra-Orang-Utan, sondern auch ihre eigene Lebensgrundlage. Der Schutz von Batang Toru wird nun in das Jahresprogramm der Kirche der Nias aufgenommen.


Jahresbericht 2009

2009 war das SOCP neben dem Auswilderungsprogramm vor allem mit Naturschutz beschäftigt. Insgesamt 31 Orang-Utans wurden in der Quarantänestation aufgenommen und 22 Tiere nach Jambi verlegt, wo sie auf die Auswilderung vorbereitet werden. Die lokalen Regierungen von Nord-, Süd- und Zentral-Tapanuli stimmten einer Statusänderung für das Waldgebiet von Batang Toru zu. Tripa ist nun fester Bestandteil der neuen, ökologischen Raumplanung von Aceh und aufgrund einer internationalen Medienkampagne wurde der grösste Verursacher der Zerstörung gezwungen, die Expansion seiner Palmöl-Plantagen zu stoppen.

Einen ausführlicheren Bericht finden Sie im Jahresbericht 2009 der Stiftung PanEco.

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Neues Infozentrum auf Sumatra

Am 23. April unterzeichneten YEL-Präsident Dr. Sofyan Tan und der Leiter der Naturschutzbehörde der Provinz Nordsumatra BKSDA, Ir. Djati Witjaksono Hadi, eine Kooperationsvereinbarung für den Aufbau des neuen Naturschutz-Informationszentrums. Das neue Zentrum wird im Sibolangit Natur- und Freizeitpark entstehen, einem ehemaligen botanischen Garten in der Nähe der SOCP-Quarantänestation. In Zusammenarbeit mit BKSDA werden PanEco und YEL die bestehenden Einrichtungen renovieren, neue Informationstafeln aufstellen und die Bepflanzung erneuern. Vor allem aber wollen wir für die Forschung werben und ein attraktives Umweltbildungsprogramm entwickeln, um die Besucher für den Regenwald, die Orang-Utans und andere Tier- und Pflanzenarten zu begeistern. Ziel des neuen Zentrums ist, Sibolangit wieder bekannt zu machen und den Naturschutz in der Region, aber auch national zu fördern.

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News

Orang-Utan Patenschaft

Unterstützen Sie einen Orang-Utan auf seinem Weg vom Käfig zurück in die Freiheit!

Feuerwehrschlauch hilft Orang-Utans

Ein alter Feuerwehrschlauch aus dem englischen Cambridgeshire hat in der Quarantänestation Verwendung gefunden. Der Schlauch sorgt für mehr Strukturen in den Käfigen und ist das ideale Trainingsgerät zum Klettern.

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