Ohne Regenwald keine Orang-Utans

Die Zerstörung ihres Lebensraumes, dem Regenwald, ist bei weitem die grösste Bedrohung für den Sumatra-Orang-Utan. Deshalb setzt sich das SOCP an mehreren Orten für eine bessere Umsetzung in den und die Vergrösserung von Schutzgebieten ein.

Der Schutz von Regenwald ist in Indonesien eine grosse Herausforderung, für das Überleben des Orang-Utans aber zwingend notwendig. Die traditionelle Vorgehensweise mit der Einrichtung von Nationalparks, die von der Zentralregierung in Jakarta verwaltet werden, hat sich hier aber bisher als unwirksam erwiesen: in 39 von 41 Nationalparks wird illegaler Holzeinschlag, Landumwandlung und Wilderei betrieben. Eines der grössten Probleme bei diesem zentralistischen Ansatz ist der fehlende Einbezug der lokalen Regierung und Interessensgruppen bei der Planung und Umsetzung von Naturschutzgebieten. Dadurch fühlen diese sich auch nicht einbezogen und für den Schutz der Gebiete verantwortlich – eine Verantwortung, die die nationale Regierung klar für sich beansprucht. Kommt hinzu, dass die für das Parkmanagement zur Verfügung stehenden Gelder einen weiten Weg haben von der Hauptstadt auf Java bis in die Regionen und am Ende nur wenig für die Naturschutzgebiete selbst übrig bleibt. Diese Tatsache wird von einigen lokalen Regierungen als Rechtfertigung angesehen, dass sie für sich so viel wie möglich abzweigen solange das Geld fliesst. Viele sind zudem in illegale Geschäfte wie zum Beispiel Rodungsaktivitäten verwickelt und stehen selber in Konflikt mit der Rechtsprechung.

Mit dem neuen Autonomiegesetz wurde im Jahre 2000 die Verwaltung von Waldschutzgebieten den Regierungen der einzelnen Distrikte übergeben. Erst dieser Schritt ermöglichte den Aufbau von Managementsystemen, die auf lokaler Ebene und unter Einbezug aller Interessensgruppen geplant und umgesetzt werden können. Die Vorteile eines Natuschutzes auf Ebene der Distrikte sind vielfältig:

  • Die Unterstützung der lokalen Bevölkerung für den Schutz von wertvollem Wald kann einfacher gewonnen werden, weil sich die Zerstörung auch direkt vor Ort auswirkt (z.B. durch Erdrutsche, Sturzfluten u.ä.)
  • Grundsätzlich ist die lokale Regierung eher dazu in der Lage, illegale Eingriffe zu stoppe, weil sie die lokalen Gegebenheiten besser kennt und eine grössere Motivation hat
  • Der Einbezug von lokalen Interessensgruppen führt zu einer starken Verbundenheit und schafft eine gute Basis für die Erarbeitung eines an die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse angepasstes Managementsystem
  • In einem vielfältigen, multikutlurellen Land wie Indonesien werden lokale Gesetzte viel eher befolgt als nationale Gesetze aus der weit entfernten Hauptstadt

 

News

20'000 nachhaltige Ölpalmen

Um die Bedrohung für Orang-Utan-Habitat auf Sumatra zu verringern, fördern wir das Anlegen von Palmölplantagen auf Brachland. In der Provinz Aceh wurden bereits 20'000 Setzlinge gepflanzt.

The REDD Ape

Gewinnsucht zerstört Sumpfland und Regenwälder von Indonesien und gefährdet nicht nur die lokale Bevölkerung und die Orang-Utans, sondern die ganze Menschheit. Was denkt wohl der Orang-Utan über seinen menschlichen Vetter? Dieser Dok-Film hat die Antwort!

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