Unsere roten Verwandten

Orang-Utans sind wohl die intelligentesten Menschenaffen und unsere nahen Verwandten. Aber aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraumes, dem Regenwald, sind sie vom Austerben bedroht.

Die Bezeichnung Orang-Utan stammt aus dem Malayischen und bedeutet Waldmensch. Orang-Utans kommen nur in Südost-Asien vor, und zwar auf den beiden Inseln Borneo und Sumatra. Man unterscheidet zwei Arten, nämlich den Borneo-Orang-Utan (Pongo pygmaeus) und den Sumatra-Orang-Utan (Pongo abelii). Beide Arten stehen auf der Roten Liste gefährdeter Arten, eine Liste der weiltweit am meisten bedrohten Tierarten, die von der Weltnaturschutzunion IUCN bewahrt wird. Während der Bestand des stark gefährdeten Borneo-Orang-Utans noch auf 54'000 Tiere geschätzt wird, sind es beim Sumatra-Orang-Utan nur noch gut 6'600! Damit ist er vom Aussterben bedroht und gehört zu den weltweit am stärksten bedrohten Primaten.

Wie wir Menschen sind alle grossen Menschaffen äusserst intelligent. Beim Orang-Utan sind gar 96.7% der DNS identisch mit der unsrigen! Orang-Utans erkennen sich selbt im Spiegel, sie lernen und lehren (von-)einander und es ist gezeigt worden, dass sie sogar die Perspektive eines anderen Individuums einnehmen können. Wissenschaftler haben Ihnen ausserdem verschiedene Fähigkeiten zu kommunizieren beigebracht, zum Beispiel Gebärdensprache oder die Benutzung von Computern mit Touchscreen. In Zoos sind Orang-Utans berühmt (und manchmal gefürchtet), weil sie von allen Tierarten am geschicktesten mit Werkzeugen umgehen können und weil sie wahre Ausbrüchskünstler sind.

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